Aus mir – Radikal heilen

 

Wie alles begann

Vor mehr als 3 Monaten konnte ich nicht mehr. Ich sah immer schlechter. Ich musste alle paar Minuten zur Toilette. Ich habe Tag und Nacht getrunken, weil ich unstillbaren Durst hatte. Meine Fußknöchel begannen sich langsam zu verfärben und ich war eigentlich ständig müde. Ich ahnte es schon lange. Ich komme schließlich aus der Medizin. Und ich hatte schon lange alle Utensilien besorgt, um mir Gewissheit zu verschaffen. Aber ich hatte Angst vor dem Ergebnis.

Noch während das Urintestäbchen im Urin war, redete ich mir ein, dass sich nichts zeigen wird und alles gut ist. Aber es dauerte nicht mal 1 Sekunde und der Urinteststreifen war dunkelbraun. Mein Herz krampfte sich einen Moment zusammen und dann war da so was wie Erleichterung. Ich versuchte noch einen Test mit einem Blutzuckermessgerät zu machen, aber das zeigte mir an, dass der Wert nicht gemessen werden konnte, weil er zu hoch ist.

Diabetes!

Ich sah es und plötzlich war alles klar. Ich weiß nicht, ob ich auch so was wie einen kleinen Schockzustand hatte. Aber plötzlich war alles ganz leicht. Ich ging zu einem Arzt und ließ den Blutzuckerwert bestimmen. Nüchternwert über 800 mg/dl. Blutzuckerlangzeitwert, HbA1c 12,6. Der Arzt rief mich noch am Nachmittag an und fragte mich am Telefon ob es mir gut gehe. Ja, es ging mir “gut”. Er bat mich in die Praxis zu kommen. Er müsse mir sofort Insulin spritzen und mir Tabletten geben.

Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich fühlte mich, als wenn ich etwas ungehöriges täte, als ich ihm antwortete: “Nein, ich werde nichts einnehmen oder spritzen. Ich werde das auf die einzig vernünftige Weise angehen.” Er warnte mich vor den Folgen und bat mich regelmäßig den Blutzucker zu messen und wenn ich mich schlecht fühlen würde den Notarzt zu rufen.

Sicher fragt Ihr Euch jetzt, was ich denn so Ungeheuerliches vorgeschlagen hatte. Ganz einfach. Ich wollte meine Ernährung umstellen. Radikal und beginnend mit Fasten. Das tat ich schon seit dem Moment, an dem ich das Urinteststäbchen sah.

Und obwohl ich vorher sicherlich als eßgestört hätte bezeichnet werden können, war es plötzlich ganz leicht. Ich fastete ohne das es mir schwer viel. Kein Heißhunger, keine Gefühle von Mangel oder Angst. Ja, Angst. Bis kurz bevor ich das Urinteststäbchen ansah, hat mir der Gedanke zu fasten Angst gemacht. Alles weg.

Es brauchte ca. 14 Tage, dann war kein Urinzucker mehr zu nachzuweisen. Urinzucker ist dann nachzuweisen, wenn der Blutzucker länger als 12 h über ca. 180 mg/dl liegt. Nach ca. 3 Wochen lag der Zucker dauerhaft unter 200 mg/dl (normal ist nüchtern bis ca. 120 mg/dl. Ich fastete weiter 20 Stunden am Tag und nur abends aß ich. Aber nichts, was Zucker enthielt oder was in meinem Körper zu Zucker umgewandelt wird außer Obst und Gemüse.

Meine radikale Entscheidung

Ich entschied mich ganz bewusst, dass ich nichts austauschen wollte. Ich wollte ohne Zucker klar kommen. Radikal.

Dabei war mir auch wichtig, das Ganze nicht zwanghaft zu gestalten. Wenn ich das Gefühl hatte, den Hunger nicht auszuhalten, aß ich etwas. Das kam aber nur sehr selten vor. Nach 6 Wochen aß ich auch zu anderen Tageszeiten eine Hauptmahlzeit, zum Beispiel wenn ich mit Freunden verabredet war. Aber dafür fastete ich danach wieder.

Auch das Messen des Urin- und Blutzucker gestaltete ich locker. Ich wollte keinen Druck mehr aufbauen. Zunächst maß ich öfter, denn ich wollte auch ein Gefühl dafür bekommen, wie ich mich fühlte, wenn der Zucker zum Beispiel über 200 mg/dl ist.

Das war aber gar nicht möglich. Denn nach 6 Wochen war der Zucker dauerhaft nüchtern unter 150 mg/dl. Und nun, nach 12 Wochen, ist er dauerhaft sowohl nüchtern als auch nach dem Essen im Normbereich. Nie höher als 130 mg/dl.

Auch weiterhin faste ich meistens bis abends. Dann gibt es etwas absolut ohne Zucker und Kohlehydrate zu essen.

Ja, ich habe zwischendurch mal einen Anfall bekommen und dachte, ich muss ein Stück Schokolade oder Kekse essen. Das war ok und hat mir eindrücklich gezeigt, dass es nicht mehr schmeckt.

Der Arzt ist fassungslos. Aber für mich war es ganz logisch. Diabetes ist eine ernährungsbedingte Störung im Körper. Ich frischte mein Wissen über Diabetes auf und wurde immer klarer, dass ich heilen kann, wenn ich das vermeide, was mir nicht guttut. Zucker! Und zwar nicht nur offensichtlichen Zucker, sondern auch alles, was in unserem Körper zu Zucker umgewandelt wird.

Die nötige Klarheit

Mir persönlich wurde auch noch mal klarer, wie sehr wir von der Medizin gegängelt werden und wie sehr versucht wird, Medikamente zu geben, ohne wirklich zu probieren, den Menschen klar zu sagen, was die Störung im Körper auslöst. Klar hat mir der Arzt gesagt, ich soll Kohlenhydrate meiden oder reduzieren, aber sein Fokus lag darauf, mir Insulin zu geben und Tabletten zu verschreiben.

Und ich sehe auch ganz klar, dass es eine persönliche Entscheidung ist, heil sein zu wollen.

Ich habe weiterhin keinerlei Schwierigkeiten zu fasten und hauptsächlich vegan oder vegetarisch zu essen. Und ich habe nicht die Absicht auszutauschen. Hin und wieder süße ich mal einen Nachtisch ganz leicht mit Birkenzucker, Ahornsirup oder Honig. Aber wann immer es möglich ist, gibt es zum süßen Obst.

Ich habe mir jahrzehntelang Obst verboten, weil es hieß, da ist zu viel Zucker drin. Ich habe noch nie so viel Obst wie seit Beginn meiner Reise gegessen. Und es tut mir einfach gut.

Es wird so viel Energie frei. Und ich bin stolz auf mich. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich wirklich zu mir gestanden. Ich habe mir kein schlechtes Gewissen machen lassen und habe volles Vertrauen in meinen Körper und seine unglaublichen Fähigkeiten zu heilen. Und auch in mich.


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